damit Du keinen Impuls verpasst!
Lieber hören? Zu diesem Thema gibt es auch eine Folge meines Podcasts „Kraftvoll Leben“: Panikattacke oder Herzinfarkt? Woran Du den Unterschied erkennst
Es sind nur Gedanken, aber es ist nicht die Wahrheit.
Menschen, die mit Panikattacken zu mir in die Praxis kommen, sind oft sehr verunsichert. Eine Frage höre ich dabei immer wieder: Habe ich wirklich eine Panikattacke – oder vielleicht doch einen Herzinfarkt? Und woran erkenne ich den Unterschied, damit ich mir sicher sein kann, dass nichts ist? Wenn Du Dir diese Frage auch stellst, bist Du hier richtig. Wir schauen uns die Symptome an und wie Du sie unterscheiden kannst.
Warum es so wichtig ist, den Unterschied zwischen Panikattacke und Herzinfarkt zu kennen
Sobald Du Symptome einer Panikattacke spürst, springt oft das Kopfkino an und malt Horror-Szenarien: „Oh Gott, was ist, wenn ich jetzt einen Herzinfarkt habe? Was, wenn ich umfalle? Was, wenn mir keiner helfen kann? Was, wenn ich sterben muss?“
Dein Körper reagiert darauf, als wärst Du gerade in Lebensgefahr. Logisch, dass er dann nicht Hurra schreit, sondern noch mehr Angst, noch mehr Herzrasen und noch mehr Atemnot entwickelt. Und damit geht der Teufelskreis erst richtig los: Die Symptome werden stärker, Du bekommst noch mehr Angst, denkst „Ich sterbe jetzt und keiner kann mir helfen“ – und das feuert die Panik wieder an. So kommst Du oft gar nicht mehr aus der akuten Panikattacke heraus.
Wenn Du den Unterschied kennst, gehst Du gedanklich ganz anders in die Bewertung. Du kannst Dir die Symptome bewusst anders erklären und Dir sagen: „Es ist alles in Ordnung, ich werde nicht sterben. Das ist nur eine Alarmreaktion meines Nervensystems. Daran ist noch niemand gestorben. Mein Körper hält das aus. Grundsätzlich bin ich gesund.“
Wenn das Fass überläuft
So eine Alarmreaktion ist eigentlich eine gesunde Regulation Deines Körpers. Er ist nur gerade in einer extremen Belastungssituation. Dein Fass, wie ich immer sage, ist voll. In Deinen Körper passt ganz viel hinein: Emotionen, Stress, Druck. Aber irgendwann ist das Fass voll – und dann reicht eine kleine Situation, und es läuft über.
Dieses Überlaufen ist eine Druckentladung: Dein Körper will die angestauten Emotionen endlich loswerden und agiert das mit einer Panikattacke aus. Wie bei einem Schnellkochtopf: Bevor er vor lauter Druck platzt, geht das Ventil auf und entlastet ihn. Dein Körper macht also genau das Richtige. Er spielt nicht verrückt, auch wenn Deine Gedanken das oft glauben wollen.
Du möchtest noch tiefer in das Thema einsteigen? Dann hör Dir dazu auch die passende Folge meines Podcasts „Kraftvoll Leben“ an: „Ich sterbe?!“ – Was WIRKLICH bei einer Panikattacke passiert
Panikattacke oder Herzinfarkt: die Symptome im Vergleich
So fühlt sich eine Panikattacke an
- Eine Welle aus Kribbeln und Aufregung kriecht von unten, meist von den Füßen, in Dir hoch – oft mit innerem Zittern.
- Der Brustkorb wird enger, eher so, als bekämst Du schwer Luft und könntest nicht mehr tief durchatmen.
- Das Herz schlägt schnell, Dir wird innerlich eher heiß.
- Du hast Energie und wärst eher in Bewegung, könntest auf und ab laufen.
- Die Intensität kommt in Wellen, sie bleibt nicht gleich.
Typische Zeichen eines Herzinfarkts
- Eher das Gefühl, als hätte Dir jemand den Stecker gezogen: kaum Energie, Du kannst Dich kaum aufraffen.
- Hinter dem Brustkorb ein schweres, drückendes Gefühl, als würde ein Riesenstein auf Deinem Herzen lasten.
- Dieser Druck hält konstant an.
- Ausstrahlende Schmerzen, meist in den linken Arm, aber auch in die Schultern und hinauf in den Nacken.
- Statt Hitze eher kalter Schweiß auf der Stirn.
Bei einer Panikattacke schüttet Dein Körper Adrenalin aus und stellt Dir zusätzliche Energie bereit. Ich nenne das auch natürliches Doping: Du sollst kampf- oder fluchtbereit sein. Das stammt noch aus der Zeit, als wir Jäger und Sammler waren – und genau diese Energie spürst Du als Hitze.
Bei einem Herzinfarkt bekommst Du keine zusätzliche Energie. Und während Du eine Panikattacke vielleicht wegzuschieben versuchst und sie dann in Wellen wiederkommt, bleibt der Druck beim Herzinfarkt eher gleich.
Wann Du Deine Symptome ärztlich abklären lassen solltest
Gerade bei den ersten ein, zwei starken Panikattacken, wenn Du Dir unsicher bist: Lass Deine Beschwerden unbedingt medizinisch abklären, damit organische Ursachen ausgeschlossen werden.
Wichtig für Frauen: Bei ihnen zeigt sich ein Herzinfarkt häufig weniger typisch. Statt des klassischen Drucks in der Brust stehen dann eher Übelkeit, Schmerzen im Rücken oder Oberbauch, Atemnot oder eine ungewohnte Erschöpfung im Vordergrund.
Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Diagnose. Wenn Du unsicher bist oder Risikofaktoren hast, lass Dich untersuchen. Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt ruf sofort den Notruf 112.
Panikattacke statt Herzinfarkt: Was Dir hilft, wenn Dein Herz gesund ist
Wenn die Befunde zeigen, dass organisch alles in Ordnung ist, hilft Dir genau das: Du kannst Deine Symptome anders einordnen und in Deinen Gedanken bewusst anders bewerten. Dann fällt es Dir leichter, Dir beruhigende Sätze zu sagen: „Es war ja alles okay. Ich bin gesund, mein Herz ist gesund. Es kann mir nichts passieren. Mein Körper reagiert ganz normal – Druckentladung durch eine Panikattacke. Die geht schnell vorbei, je weniger ich mich dagegen wehre.“
Die Radiohaltung: Glaub nicht alles, was Du denkst
Wenn Dein Kopfkino Dir trotzdem etwas einreden will, hilft mir immer dieser Satz: „Es sind nur Gedanken, aber es ist nicht die Wahrheit.“ Was Dein Kopf Dir gerade erzählt, sind keine Fakten, sondern Kopfkino.
Stell Dir das wie Radiohören vor: Da plappert ein Radiosprecher, aber Du musst nicht bewusst hinhören und ihm schon gar nicht alles glauben. Mit dieser Radiohaltung, wie ich sie nenne, kannst Du auch Deine inneren Stimmen einfach plappern lassen, ohne Dich von ihnen verunsichern zu lassen. Probier es aus.
Ordne Deine Symptome anders ein und sag Dir die beruhigenden Sätze, die Dir Sicherheit geben. Denn wirklich: Noch kein Mensch ist an einer Panikattacke gestorben.
Kostenloser Online-Workshop
Raus aus der Angst
Dienstag, 20. Oktober, 19:30 Uhr · live per Zoom, ca. 90 Minuten
Mein ehrlicher Weg aus Angst und Panik – und was Du davon für Dich mitnehmen kannst. Passt der Termin nicht? Melde Dich trotzdem an: Alle Angemeldeten erhalten die Aufzeichnung.
Jetzt kostenlos anmelden →Kostenloser Guide
Hol Dir meinen Guide: 10 Schritte gegen Angst und Panikattacken
Du möchtest noch mehr hilfreiche Strategien, um belastende Gedanken in der Angst zu regulieren? Dann hol Dir meinen kostenlosen Guide. Dazu bekommst Du regelmäßig weitere Videos, Tipps und Impulse zum Umgang mit Angst und Panikattacken in Dein Postfach.
Guide kostenlos holen →





